Schüler der Klasse R8a über die Ausstellungseröffnung „Global Youth Life“

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Kategorie: Global Youth Life

Über die Ausstellungseröffnung „Global Youth Life“ schreiben die Schüler der Klasse R8a:

Mit ihrem Lehrer Sebastian Kroll und ihrer Trompete hatte Nadja Curth aus der 6. Klasse  eine Fanfare vorbereitet und stimmte so die Besucher zur Ausstellungseröffnung auf das Programm ein.

Zuerst begrüßte Frau Schierholz das Publikum und die besonderen Gäste wie Bürgermeisterin Elke Öhlmann, den Vertreter der ev. Kirche Wolfgang Fischer, den Vorsitzenden des Fördervereins unserer Schule Karl-Heinz Bokelmann, Reinhold Bömer vom Welthaus Barnstorf und andere mehr.  Nach den Liedbeiträgen von Sophie und Karin bekam die Klasse R8a eine Bücherkiste überreicht, die von den ersten zwei Klassensprechern Arndt und Nele entgegen genommen wurde (Leon). Das war eine Auszeichnung der Stiftung Sonnensprosse, die von Herrn Rietz überbracht wurde. Die Bücherkiste enthält aktuelle und ausgezeichnete Jugendbücher auch in englischer Sprache im Wert von 250€. Die Klasse R8a hatte sich mit einem Riesenbuch unter dem Motto „Bücher verändern die Welt“ darauf beworben. Und wie spannend es sein kann, andere Menschen kennen zu lernen, das zeigt ebenso die Ausstellung „Global Youth Life“ zu verschiedenen Themengebieten. Ein Kurzfilm über die Entstehung des Ausstellungsprojekts, den uns Stefanie Klotz vom Welthaus kommentierte, erläuterte den Zuschauer welches Interesse das Ausstellungskonzept verfolgt (Sabrin).

 

Nach einer schwungvollen Überleitung mit einer Polka, gespielt von Nadja,  interviewten wir Jotta aus Brasilien, der schon Ostfriesland besucht hat, bevor er zu uns nach Barnstorf gekommen ist. Er war sehr nett und hat alle unsere Fragen beantwortet (Noelle). Jotta ist 17 Jahre alt, in seiner Familie leben weitere vier Familienmitglieder (Anna F.).  Wir haben erfahren, dass er in einem kleinen Ort zwischen den beiden großen Städten Rio de Janeiro und Sao Paulo wohnt. Da, wo er lebt, spielen die Kinder Straßenfußball, er selber ist aber genauso gern am PC. In seinem Ort gibt es wie überall in Brasilien viele Kirchen. Scherzhaft sagte Jotta, dass keine Stadt gebaut wird, bevor  nicht eine Kirche dort steht.

Das Wetter in Brasilien ist im Moment sehr warm und es war schon eine Umstellung für Jotta, als er nach Deutschland mit -10°C und Schnee kam (Arndt). In Brasilien sind es im Moment ca. 30°C, weil dort jetzt Sommer ist.

In seiner Schule haben die Schüler jeden Tag 6 Stunden Unterricht. In einer Klasse können mitunter 40 Schüler sein, es wird zu wenig Geld für Bildung bereitgestellt. Die Lehrer können sich leider nicht um alle Kinder kümmern. In Brasilien geht man ca. 14 Jahre zur Schule (Vorschule – Kindergarten – Schule – ab 18 Jahren dann zur Universität). Unsere Schulen findet Jotta großartig ausgestattet. In Brasilien tragen die Schüler eine graue Schuluniform, aber viele Jugendliche lassen sie weg (Sascha, Noelle).

Rassismus ist in Brasilien kein Problem, so glaubt Jotta. In Brasilien grenzen sich die Menschen nicht aus,  es geht nicht um die Hautfarbe. In Deutschland dagegen bekommt man nicht so schnell Kontakt, weil Deutsche schüchtern sind, das behauptet jedenfalls Jotta. Aber wenn man sie besser kennt, dann kann man gute Freunde mit ihnen werden (Steven). Man sollte keinen Menschen ausschließen, egal wo er herkommt und welche Haufarbe er hat (Anna F.).  Aber Jotta räumt dann doch ein, dass es manchmal wegen der Hautfarbe schwer ist einen Job zu bekommen (Jannis).

Fußball ist die Hauptsportart, aber es gibt auch Sportarten wie Volleyball, die sich  jedoch durch die Dominanz des Fußballs nicht so entwickeln können. Fußball ist einfach der wichtigste Sport. Wenn man in seinem Ort auf die Straße guckt, dann sieht man bestimmt 2 bis 4 Kinder, die Fußball spielen (Anna M.).

Nur in den größeren Städten gibt es Kinos.

In manchen Stadtteilen gibt es auch Slums, wo Familien ihre Kinder zur Arbeit schicken müssen, damit sie etwas zum Lebensunterhalt dazu verdienen. In Brasilien gibt es Kinder, die auf der Straße leben.  Jotta selber kommt aus einer reichen Familie (Sascha).

Die Ausstellung „Global Youth Life“ zeigt zu allen diesen Themen, die Jugendliche bewegen und ihre Welt ausmachen Fotos, die zu einer Fotowand zusammengestellt worden sind.

Die Mädchen aus der Musikwerkstatt aus der 6.Klasse von Frau Klatte haben das Lied „We are the world“ gesungen.

An einem Infostand zum Thema Fair Trade konnte man sich informieren. Man konnte dort Fair-Trade Schokolade kaufen und andere Süßigkeiten von Fair-Trade. Meine Mutter hat sogar was gekauft (Leon).

Überhaupt  sollte man fair anderen gegenüber sein (Sabrin). Fair sein, heißt: Für jeden Gerechtigkeit!“ (Anna F.).  Und gleiche Rechte, egal welche Hautfarbe (Lona). Fair ist es, wenn Kinder in die Schule gehen können und nicht arbeiten müssen (Lona). Fair sein heißt sich verstehen lernen. Man kann sich auch mit Fremden gut unterhalten und sie schneller verstehen als man denkt. Das war gut (Anna M.).

Es waren noch weitere Stände aufgebaut. Die Friedens-AG spielte unter anderem Bilder auf einem Laptop ab und zeigte, wie die Schüler dort arbeiten (Nele). Vor allem die Aktivitäten der AG um das Projekt „Augen auf mit Anne Frank“ und Auszeichnung durch die Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin waren dort zu sehen.

Und Frau Roth von der Bibliothek Barnstorf stellte Bücher vor, die sich auch mit diesen Themen beschäftigen und die man bei ihr ausleihen kann. Frau Roth organisiert für verschiedene Klassen Autorenlesungen und das ist immer recht interessant.

Einige Schüler haben bei Frau Lettmann mitgeholfen das faire Buffet vorzubereiten. Dabei wurden faire Produkte verwendet wie Schokolade, Obst und Gemüse, aber auch  Käse, der in unserer Gegend hergestellt worden ist (Lina). Wir haben faire Schokolade geschmolzen und daraus Spieße gemacht (Arndt). Wir durften dann die Reste, wie die Fruchtspieße, aufessen. (Steven) Es gab Bionade. Sascha hat 3 Flaschen getrunken (Lona).

Am Ende der Veranstaltung gab es ein Buffet für alle mit Kuchen, Pizza, Schokopudding, geschmierten Broten und Salaten (Nele). Das Buffet war sehr lecker und wurde deswegen vollständig aufgegessen.

Dann haben wir alles aufgeräumt. Die Tische gehörten ins Klassenzimmer, das Buffet wurde aufgeräumt und die Pflanzen, die auf der Bühne standen, mussten wieder in Frau Schierholz Auto (Arndt).

Alle haben für ihre Mitarbeit eine Rose von Frau Schierholz bekommen, es war ja Valentinstag (Patrick).

Der Abend hat alles in allem viel Spaß gemacht und ich war froh, dass ich dabei war (Leon).