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Reaktionen auf die Fahrt nach Esterwegen

Details

 

Schüler der Klasse H9h und der Friedens-AG, die die Gedenkstätte Esterwegen 2014 besucht haben, skizzieren ihre Gedanken. In einem persönlichen Tagebucheintrag geben sie ihren Eindrücken Raum und teilen einige ihrer Gefühle der Gemeinschaft mit. Damit geben sie einen ganz persönlichen und eindringlichen Kommentar:

 

Der Kontrast der Anlage wird deutlich. Für die Aufseher gibt es weiches Gras, der Lagerboden der Häftlinge ist mit hartem Lavagestein ausgeschottert. Die Enge der Baracken ist uns durch die Anpflanzung mit Bäumen deutlich geworden. Unsere Gedanken machen sich auf den Weg und suchen, was vor über 70 Jahren in Esterwegen geschah. Richtig vorstellen kann man es sich nicht, unsere Situation ist zu verschieden. Aber wir haben gespürt, wie hart die Arbeit für die Häfltlinge war, dass sie kaum etwas zu essen hatten. Das übermächtige Eingangstor vermittelt das Gefühl des Ausgeliefertseins, man fühlt sich klein wie eine Ameise. 12 Jahre gingen die Häftlinge durch dieses Tor in das Lager, mussten arbeiten und prägten diesen Ort. Und das soll keiner gewusst haben?

 

Gedanken, die uns durch den Kopf gingen:

Waran hast du gedacht? Was hat dich bewegt?

Ich habe an damals gedacht, an die Seelen, die noch da sind.

Da, wo wir auf dem Rasen gegangen sind, da sind Leute gestorben.

Sie alle, alle Häftlinge,  haben gelebt, waren gefangen und haben etwas gefühlt und sie mussten dort sterben.

Wie gelang es Menschen, das Elend im KZ zu überleben?

Kann man überleben, auch wenn man das Konzentrationslager überlebt hat?

Schreckliche Dinge sind dort passiert.

Man fragt sich, wie viele Menschen dort gestorben sind.

Wie lange währte ihr Leiden?

Wie haben sich die Wachleute gefühlt?

Warum haben sie das gemacht?

Wie konnten die SS-Leute damit so gut umgehen?

Welchen Sinn hat der Tod so vieler Menschen gemacht?

Warum haben Menschen so etwas machen können?

Wie konnte der Nationalsozialismus solch eine Macht gewinnen?

 

Der Abschlusskreis brachte nicht nur gute Gefühle, sondern auch traurige Erinnerungen hervor. Die Ruhe und Stille konnte dann gut tun.

Die Fragen bleiben und wichtig ist, wie wir heute mit der Erinnerung an die Geschichte des Nationalsozialismus umgehen. Jeder Mensch beansprucht für sich das Recht zu leben, anständig behandelt zu werden. Aber jeder von uns entscheidet selbst, was er täglich dafür tut und wie er seinen Nächsten respektiert. Machen wir dann den Mund auf und wehren uns, wenn Unrecht geschieht? Was tun wir, wenn wir Leid und Schmerz sehen? Dann ist es gut, einfach da zu sein!

Der Besuch hat den meisten Schülern viel gelehrt und sie bedanken sich für diese Erfahrung.

März 2014

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