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Durchführung des Schokoprojektes

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Durchführung des Schokoprojektes

 Das Schokoprojekt: Schon der Gedanke an Schokolade lässt uns alle an eine schöne, leckere, süße Versuchung glauben. Dass aber hinter der Schokolade so viel Arbeit und auch Elend steckt, dass hatte keiner von uns geahnt. Besser gesagt, darüber hatten wir nie nachgedacht.

So war der Wettbewerb ein Anlass genauer nachzuforschen und zu schauen, wo man Informationen bekommt. Natürlich recherchierten wir im Internet und erhielten dort Einblicke in das Leben der Kakaobauern und die Vermarktung von Schokolade. Aber wir wollten auch richtigen Kakao sehen, schmecken und riechen: Also setzten wir uns mit dem Ökologisch Botanischen Garten in Bayreuth in Verbindung. Man schickte uns eine Pflanze und Informationsbroschüren, die über Anbau und Verarbeitung von Kakao Aufschluss gaben.

Auch die Recherche in unserer Bibliothek vor Ort war erfolgreich. Durch Fernleihe konnten wir interessante Bücher bekommen.

 

Aber wir wollten auch eine Kakaonuss begutachten. Fündig wurden wir im Schokokoffer des Generalvikariats Münster, den wir uns kommen ließen. Dort fanden wir auch Kakaobohnen und viele Informationsmaterialien.

Aber erst die Schokobag vom Welthaus Bielefeld konnte uns alle Bestandteile, die in einer Schokolade enthalten sind, wirklich zeigen. Das konnten wir gar nicht glauben: So viele Bestandteile! Aber sie riechen einmalig gut.

Das anschauliche Material aus der Schokobag und das Spiel der Schokobox machten uns dann auf die unhaltbaren Zustände der Kakaobauern aufmerksam.

Nun suchten wir Informationen, wie Fair-Trade-Handel funktioniert. Denn das schien eine Alternative für die Kakao-Bauern zu sein. Und wo konnten wir solche Produkte in unserer näheren Umgebung kaufen? Deshalb luden wir Stefanie Klotz vom Welthaus in Barnstorf in unseren Unterricht ein. Sie vermittelte uns die Grundprinzipien des fairen Handels, zeigte uns die Produktpalette und machte uns Mut zu eigenen Aktionen.

Wir entwickelten daraufhin den Schokopass: Ein Pass, in dem wir eintragen wollten, wo wir sechs verschiedene Schokoprodukte aus fairem Handel in unserem kleinen Ort kaufen konnten, möglichst an verschiedenen Geschäften. Unser Fair-Trade-Partner (ein Mitschüler) quittierte dann die Richtigkeit der Bemühungen. Das war spannend, denn in unserm Ort gibt es nur wenige kleine Geschäfte. Die Lebensmittelkonzerne mit ihren Supermärkten sind groß vertreten. Aber hatten sie das Fair-Trade-Angebot im Sortiment?

Außerdem wollten wir die Schulöffentlichkeit für das Problem sensibilisieren. Kannten die Schüler der anderen Klassen überhaupt Fair-Trade-Produkte und würden sie wissen, wie gut Fair-Trade-Schokolade schmeckt? Wir entschlossen uns zu einer Testaktion, nicht so aufwändig wie die, die wir in unserer Klasse durchgeführt hatten um die verschiedenen Schokosorten kennen zu lernen. Wir ließen die Fair-Trade-Schokolade gegen herkömmliche Vollmichschokolade konkurrieren. Das Ergebnis war eindeutig: Die Fair-Trade-Schokolade punktete auf ganzer Linie.

Um unsere Aktion glaubhafter umzusetzen, hatten wir uns Namensschilder gemacht und als Fair-Trader bezeichnet. Auch die Mitschüler forderten wir auf auf unserem Plakat zu unterschreiben auch ein Fair-Trader zu werden. Damit verpflichteten sich etwa 65 Schüler und Lehrer auf Fair-Trade-Produkte zu achten und zu kaufen. Das war jetzt noch ein Lippenbekenntnis. Deshalb entschlossen wir uns die Aktion in ähnlicher Form jede Woche zu wiederholen.

Wir bauten eine Ausstellung auf und informierten jeden Freitag in der großen Pause über Fair-Trade-Produkte, über die Situation der Kakaobauern, über die Probleme in den Anbauländern und ermunterten jedes mal fair miteinander umzugehen.

Denn nur wenn wir fair miteinander klar kommen, dann können wir auch fair anderen gegenüber sein. Wir wollen positiv in der Schulgemeinschaft wirken. Über die tolle Resonanz aller Mitschüler haben wir uns gefreut.

Und das Projekt hat Kreise gezogen. Wir haben viel Unterstützung bekommen. Im Werkunterricht wurde die Ausstellung- „Ein gedeckter Tisch - aber nicht für alle“ für uns nachgebaut. Damit hatten wir einen tollen Aufhänger und anschauliches Material um zu zeigen, wie benachteiligt Menschen auf der ganzen Welt sein können.

In der Ausstellung sind 8 Stühle um einen Tisch gestellt und die Stühle sind unterschiedlich hoch, je nach dem Bruttoinlandsprodukt des jeweiligen Staates, zu dem der Stuhl gehören soll. Wenn man sich auf den Stuhl von Haiti setzt, dann schaut man kaum auf den Tisch, so arm sind die Menschen dort. Logisch, dass die Menschen dort hungern müssen. Und ein Teil unseres Kakaos wird in Haiti produziert. Da kann man mit Fair-Trade schon helfen. Die Idee zu dieser Ausstellung haben wir von Brot für die Welt bekommen.

In einer anderen Aktion wollen wir auf Weihnachten hinarbeiten und auf faire Geschenke hinweisen. Oder wir wollen Aktionen starten, die das faire Miteinander in unsere Schule verbessern. Auf dem Weihnachtsmarkt in unserem Ort haben wir uns ebenfalls mit einem Stand präsentiert.

Als Idee haben wir auch, einen Fair-o-mat in unserer Schule aufzustellen. Wir haben in unserer Schule eine Friedens-AG, die sich besonders dafür stark macht. Jedenfalls konnten wir sie davon überzeugen, dass wir so viel mehr Schüler erreichen können und auch mehr Produkte anbieten können als in unseren Geschäften vor Ort zu finden sind.

Wir, die Schüler der Friedens-AG, sind voll von Ideen, mit denen wir in nächster Zeit in unserer Schule ein schokoladiges und faires Klima verbreiten wollen. Und das macht Spaß und wir haben alle das Gefühl für eine wichtige und gute Sache zu arbeiten. Denn wir leben auf dem einzigen Planeten wo es Schokolade gibt!

   
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